Europäische Banken 2014 als Top-Pick?

„Wir gehen davon aus, dass sich die Konjunktur-Hoffnung die man noch Ende des Vorjahres für 2014/15 hatte, sich nun auch real niederschlagen wird“, zeigt sich Mag. Monika Jung, CEO der Valartis Bank Austria AG optimistisch gegenüber dem europäischen Wirtschaftswachstum. Auf der Aktienseite sollen inbesondere Banken ein heißer Tipp sein: "Diese sollten die Treiber der Indizes werden." Markets | 26.03.2014 11:09 Uhr
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Mag. Monika Jung (© Richard Tanzer)
Mag. Monika Jung (© Richard Tanzer)

In den Unternehmen wurde viel Positives umgesetzt, die Kostenstrukturen sind weitgehend optimiert. Manche Jahresabschlüsse 2013 werden zwar noch die ein oder andere Rückstellung, bzw. Wertberichtigung aufweisen, dann sollte das Gröbste bilanzmäßig erfasst sein, zeigt man sich bei Valartis überzeugt. „Wir erwarten für das erste Quartal 2014 sich weiter verbessernde Unternehmenszahlen. Wichtig erscheint, dass neben einem Gewinnwachstum auch die Umsätze anziehen“, deponiert Mag. Alfred Reisenberger, Investmentstratege der Valartis Bank. Unternehmensinvestitionen allerdings, so der Experte, werden auch weiterhin etwas auf sich warten lassen, da sie derzeit einfach nicht notwendig sind. 

Mag. Alfred Reisenberger (© Richard Tanzer)
Mag. Alfred Reisenberger (© Richard Tanzer)

Die Kreditnachfrage wird weiterhin verhalten sein, da Unternehmen sich am Kapitalmarkt, z.B. mittels Anleihen, sehr günstig refinanzieren können oder dies bereits getan haben. 

Milder Winter, ein Konjunkturtreiber

Auch der milde Winter hat Europas Wirtschaft Vorteile gebracht. Während in den USA noch jetzt Schneestürme in Mittel- und Ost-USA der Wirtschaft und Beschäftigungslage Probleme bereiten, konnte man in Europa fast den ganzen Winter störungsfrei durcharbeiten. Ein zweiprozentiger Konjunkturanstieg wird die Beschäftigungslage in Europa noch nicht maßgeblich positiv beeinflussen können. 

Peripherieländer im Fokus

Peripherieländer wie Spanien, Italien, Irland und Griechenland haben sich sehr engagiert, ihre Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen. Bester Beweis dafür: Die Zinsen der jeweiligen Staatsanleihen sind seit Beginn der globalen Finanzkrise drastisch zurückgegangen und befinden sich in manchen Ländern sehr nahe den tiefen Niveaus von vor der Finanzkrise. 

Banken im Fokus

Ein positives Momentum sieht Reisenberger in den europäischen Bankaktien: „Diese sollten die Treiber der Indizes werden. Vor allem jene, die ein europäisches Geschäftsmodell aufweisen.“ Der Eurostoxx 50 weist eine Bankenlastigkeit auf, da sollten Prozentpunkte zu lukrieren sein.

Auch der Bankenstresstest wird keinen wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung haben. 

Einfluss der Politik

Politische Wirren, wie die Krimkrise, werden von Jung und Reisenberger eher als zeitliche begrenzte Verwerfungen gesehen, wenngleich Vorhersagen unmöglich sind. Auch die Probleme in den Schwellenländern, die bei weltweit operierenden Unternehmen Bremsspuren hinterlassen hatten, haben durch Gewinnmitnahmen den Börsen zwar zeitweilig neue Tiefstände gebracht, die allerdings schon wieder weitgehend aufgeholt wurden. „Allerdings“, so ist man sich einig, „werden jene Banken, die stark im Ostgeschäft involviert sind, in der nächsten Zeit weiteren Verwerfungen unterliegen können.“ 

Man muss die richtigen Schlüsse aus der Finanzmarktentwicklung ziehen und Mut zu etwas Risiko haben: „Wer sein Portfolio wachsen sehen will, sollte zu einem gewissen Anteil jetzt auch in ausgewählte Aktien investieren. Denn ‚sichere’ Rendite-Alternativen gibt es nicht, da auch die Zinsen der Staatsanleihen derzeit relativ niedrig sind“, so Reisenberger. 

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